Bedruckte T-Shirts sind heute weit mehr als nur einfache Kleidungsstücke sie sind Ausdruck von Persönlichkeit, Teamgeist oder eine starke Markenbotschaft. Als jemand, der sich intensiv mit Textildruck beschäftigt, weiß ich, wie viele Möglichkeiten es gibt, aber auch, wie wichtig die richtige Herangehensweise ist. Dieser umfassende Leitfaden begleitet Sie von der ersten Idee bis zum fertigen Shirt und bietet detaillierte Einblicke in Druckverfahren, Design-Tipps, Anbieterwahl und eine transparente Kostenaufschlüsselung.
T-Shirts bedrucken: So gelingt Ihr individuelles Wunschdesign Verfahren, Kosten & Tipps
- Druckverfahren wählen: Digitaler Direktdruck (DTG) ist ideal für bunte Einzelstücke, Siebdruck für große Auflagen und satte Farben, DTF für Flexibilität auf verschiedenen Stoffen und Flex-/Flockdruck für langlebige Logos.
- Kosten optimieren: Der Preis pro Shirt sinkt deutlich mit der Auflage; Verfahren, Farben und Shirtqualität beeinflussen den Endpreis maßgeblich.
- Design-Qualität sichern: Verwenden Sie Vektorgrafiken oder hochauflösende Bilder (300 dpi), um pixelige Ergebnisse zu vermeiden.
- Anbieter vergleichen: Online-Druckereien bieten Konfiguratoren und keine Mindestbestellmenge, spezialisierte Anbieter punkten mit Beratung und Mengenrabatten.
- Nachhaltigkeit beachten: Immer mehr Anbieter führen Bio-Baumwolle und fair gehandelte Textilien mit Zertifizierungen wie GOTS oder OEKO-TEX®.
- Langlebigkeit garantieren: Bedruckte Shirts bei max. 30°C auf links waschen und nicht im Trockner trocknen.
Vom persönlichen Geschenk bis zum professionellen Markenbotschafter: Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
Bedruckte T-Shirts haben eine erstaunliche Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten. Sie können ein sehr persönliches Geschenk sein, das eine besondere Botschaft trägt oder eine gemeinsame Erinnerung festhält. Ich habe schon viele Kunden beraten, die ein einzigartiges Shirt für einen Geburtstag, einen Jahrestag oder als Dankeschön gestalten wollten. Doch die Anwendungsfelder gehen weit über den privaten Bereich hinaus.
Im professionellen Kontext sind bedruckte T-Shirts hervorragende Markenbotschafter. Sie dienen als Uniform für Mitarbeiter auf Messen und Events, stärken das Teamgefühl bei Firmen-Veranstaltungen oder sind ein beliebtes Merchandising-Produkt für Bands, Künstler und Influencer. Auch für spezielle Anlässe wie Junggesellenabschiede, Abiturfeiern oder als Vereinskleidung sind sie unverzichtbar geworden. Sie schaffen Identität und Zusammengehörigkeit auf eine sehr sichtbare Weise.
Teamgeist zum Anziehen: Wie bedruckte Shirts den Zusammenhalt in Vereinen und Firmen stärken
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Nichts stärkt den Teamgeist so sichtbar wie ein einheitliches Outfit. Ob im Sportverein, bei einer Freiwilligenorganisation oder in einem Unternehmen bedruckte T-Shirts mit dem Logo oder einem gemeinsamen Motto schaffen sofort ein Gefühl der Zugehörigkeit und Identifikation. Sie signalisieren nach innen: „Wir gehören zusammen!“ und nach außen: „Wir sind ein Team!“. Das kann die Motivation steigern, das Wir-Gefühl festigen und gleichzeitig als effektive Werbung dienen. Es ist eine einfache, aber sehr wirksame Methode, um eine gemeinsame Identität zu visualisieren.
Von der Idee zum Design: So entsteht Ihr perfektes T-Shirt-Motiv
Do It Yourself: Kreativ werden mit Online-Design-Tools wie Canva & Co.
Sie müssen kein professioneller Grafiker sein, um ein ansprechendes T-Shirt-Design zu erstellen. Moderne Online-Design-Tools wie Canva, aber auch die Konfiguratoren vieler Druckereien, sind unglaublich intuitiv und benutzerfreundlich. Mit vorgefertigten Vorlagen, einer riesigen Bibliothek an Grafiken, Schriftarten und Icons können Sie Ihre Ideen schnell und einfach umsetzen. Ich empfehle diese Tools besonders für Einsteiger oder für Projekte, bei denen ein schnelles und unkompliziertes Ergebnis gewünscht ist. Sie ermöglichen es Ihnen, kreativ zu werden und Ihr Wunschmotiv ohne große Vorkenntnisse zu gestalten.
Kein Design-Talent? Wann sich die Investition in einen professionellen Designer lohnt
Manchmal stößt man mit Online-Tools an Grenzen, oder das Projekt erfordert einfach eine höhere Professionalität. Wenn Sie beispielsweise ein komplexes Firmenlogo, einen einzigartigen Markenauftritt oder ein besonders anspruchsvolles Design benötigen, das perfekt auf Ihr Corporate Design abgestimmt ist, dann ist die Investition in einen professionellen Designer absolut sinnvoll. Ein Experte kann nicht nur Ihre Vision präzise umsetzen, sondern auch sicherstellen, dass das Design technisch optimal für den Druck vorbereitet ist. Das spart Ihnen am Ende Zeit, Nerven und garantiert ein hochwertiges Ergebnis, das Ihre Erwartungen übertrifft.
Pixel vs. Vektor: Welche Dateiformate Ihre Druckerei wirklich braucht
Dies ist ein Punkt, der oft zu Missverständnissen führt und entscheidend für die Druckqualität ist. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Pixelgrafiken (Rastergrafiken) und Vektorgrafiken. Pixelgrafiken, wie JPG- oder PNG-Dateien, bestehen aus vielen kleinen Bildpunkten. Ihre Qualität hängt stark von der Auflösung ab. Für einen hochwertigen T-Shirt-Druck empfehle ich eine Auflösung von mindestens 300 dpi (dots per inch) bei der gewünschten Druckgröße. Ist die Auflösung zu niedrig, wirkt das Motiv später pixelig und unscharf die sogenannte „Pixel-Falle“. Vektorgrafiken hingegen (Dateiformate wie AI, EPS oder PDF) sind mathematisch definierte Objekte. Der große Vorteil: Sie lassen sich beliebig skalieren, ohne an Qualität zu verlieren. Das bedeutet, ein kleines Logo kann ohne Probleme auf eine riesige Fläche vergrößert werden, ohne dass es unscharf wird. Für Logos, Schriftzüge und Illustrationen sind Vektorgrafiken daher die ideale Wahl und werden von den meisten Druckereien bevorzugt, da sie die beste Schärfe und Detailtreue garantieren.

Druckverfahren im Check: Finden Sie die passende Technik für Ihr T-Shirt
Die Wahl des richtigen Druckverfahrens ist entscheidend für das Endergebnis sowohl in puncto Optik als auch Haltbarkeit und Kosten. Ich möchte Ihnen hier die vier wichtigsten Methoden vorstellen und deren Vor- und Nachteile aufzeigen, damit Sie die beste Entscheidung für Ihr Projekt treffen können.
| Druckverfahren | Ideal für | Auflage | Eigenschaften | Materialien | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Digitaler Direktdruck (DTG) | Fotorealistische, bunte Motive, komplexe Designs, Farbverläufe | Einzelstücke bis Kleinauflagen (ab 1 Stück) | Tinte zieht in den Stoff ein, weicher Griff. | Am besten auf Baumwolle | Hohe Detailtreue, viele Farben, keine Vorkosten für Siebe. | Weniger farbintensiv als Siebdruck, teurer bei Großauflagen. |
| Siebdruck | Große, farbintensive Flächen, Logos, Schriftzüge mit wenigen Farben | Großauflagen (oft ab 20-50 Stück) | Sehr langlebig, brillante, satte Farben. | Baumwolle, Mischgewebe, Polyester | Extrem haltbar, farbintensiv, kosteneffizient bei hohen Auflagen und wenigen Farben. | Hohe Vorkosten für Siebe, unwirtschaftlich bei Kleinauflagen und vielen Farben. |
| Direct-to-Film (DTF) / Transferdruck | Brillante Farben, feine Details, komplexe Motive auf verschiedenen Materialien | Einzelstücke bis mittlere Auflagen | Motiv wird auf Folie gedruckt und dann übertragen, langlebig. | Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Nylon | Sehr flexibel bei Materialwahl, brillante Farben, gute Haltbarkeit, feine Details. | Kann sich bei unsachgemäßer Pflege lösen, spürbarer "Griff" auf dem Stoff. |
| Flex- und Flockdruck | Einfache Vektorgrafiken, Schriftzüge, Logos, Nummern | Einzelstücke bis Kleinauflagen | Flex: glatt, leicht glänzend. Flock: samtig, erhaben. Sehr haltbar. | Baumwolle, Polyester, Mischgewebe | Extrem haltbar, scharfe Kanten, gute Deckkraft. | Nicht für Farbverläufe oder Fotos, begrenzte Farbpalette, spürbarer "Griff". |

Das passende T-Shirt: So wählen Sie das ideale Textil für Ihren Druck
Kleine Stoffkunde für Einsteiger: Baumwolle, Polyester oder Mischgewebe was ist die beste Wahl?
Das Material des T-Shirts ist nicht nur für den Tragekomfort entscheidend, sondern auch für das Druckergebnis. Baumwolle ist der Klassiker und meine erste Wahl für die meisten Projekte. Sie ist atmungsaktiv, hautfreundlich und nimmt Farben beim Digitalen Direktdruck (DTG) hervorragend auf, da die Tinte direkt in die Fasern eindringt und für einen weichen Griff sorgt. Für Sportbekleidung oder Shirts, die schnell trocknen müssen, ist Polyester ideal. Es ist strapazierfähig und farbecht, aber nicht alle Druckverfahren eignen sich gleich gut. Hier kommt oft der DTF-Transferdruck ins Spiel, der auf synthetischen Fasern sehr gut haftet. Mischgewebe, meist eine Kombination aus Baumwolle und Polyester, bieten einen guten Kompromiss: Sie vereinen die Vorteile beider Materialien und sind vielseitig bedruckbar, besonders mit DTF. Achten Sie bei Ihrer Wahl immer auf die Empfehlungen des Druckanbieters, um das optimale Ergebnis zu erzielen.
Passform ist alles: Von klassischen Schnitten bis zu modernen Oversized- und Bio-Shirts
Neben dem Material spielt auch die Passform eine große Rolle für den Gesamteindruck. Ein gut sitzendes T-Shirt trägt dazu bei, dass Ihr Design optimal zur Geltung kommt und gerne getragen wird. Es gibt eine Vielzahl von Schnitten: Der klassische Regular Fit ist zeitlos und bequem, während ein Slim Fit eine figurbetontere Silhouette bietet. Für einen modernen, lässigen Look sind Oversized-Shirts sehr beliebt. Auch spezielle Schnitte für Damen und Herren sowie Kindergrößen sind Standard. Für Projekte, die einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit legen, gibt es zudem eine wachsende Auswahl an Bio-Shirts, die oft auch in verschiedenen modernen Schnitten erhältlich sind. Überlegen Sie, wer Ihr T-Shirt tragen wird und welchen Stil Sie vermitteln möchten, um die perfekte Passform zu finden.
Drucken mit gutem Gewissen: Warum nachhaltige und fair gehandelte T-Shirts den Unterschied machen
Das Thema Nachhaltigkeit wird auch im Textildruck immer wichtiger und das zu Recht, wie ich finde. Viele meiner Kunden legen Wert darauf, dass ihre T-Shirts nicht nur gut aussehen, sondern auch unter fairen Bedingungen und umweltschonend produziert wurden. Die Nachfrage nach Bio-Baumwolle und fair gehandelten Textilien wächst stetig. Achten Sie bei der Auswahl auf anerkannte Zertifizierungen wie den GOTS (Global Organic Textile Standard), der strenge ökologische und soziale Kriterien entlang der gesamten Lieferkette sicherstellt. Auch der OEKO-TEX® Standard 100 ist ein wichtiges Siegel, das garantiert, dass die Textilien auf Schadstoffe geprüft wurden und unbedenklich für die Gesundheit sind. Mit der Wahl nachhaltiger Shirts tragen Sie nicht nur zu einer besseren Umwelt bei, sondern senden auch eine positive Botschaft an Ihre Zielgruppe.
Anbieter finden: Online-Druckereien und lokale Shops im Vergleich
Online-Druckerei vs. lokaler Shop: Die Vor- und Nachteile auf einen Blick
Die Entscheidung, ob Sie eine Online-Druckerei oder einen lokalen Shop wählen, hängt stark von Ihren Bedürfnissen ab. Beide Optionen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile:
Online-Druckereien (z.B. Spreadshirt, Shirtlabor, Vistaprint)
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Vorteile:
- Intuitive Online-Konfiguratoren: Einfache Gestaltung und Bestellung, oft auch für Laien.
- Keine Mindestbestellmenge: Ideal für Einzelstücke oder sehr kleine Auflagen.
- Große Produktauswahl: Riesige Auswahl an T-Shirts, Farben und anderen Textilien.
- 24/7-Verfügbarkeit: Bestellung jederzeit und von überall möglich.
- Oft günstig bei Einzelstücken: Durch automatisierte Prozesse.
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Nachteile:
- Weniger persönliche Beratung: Kommunikation meist schriftlich oder per Chat.
- Musterbestellung oft kostenpflichtig: Haptik und Passform können vorab schwer beurteilt werden.
- Standardisierte Prozesse: Weniger Flexibilität bei speziellen Wünschen.
Lokale Druckereien oder spezialisierte Anbieter (z.B. Shirt-King, Cantana)
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Vorteile:
- Persönliche Beratung: Direkter Ansprechpartner, der Sie umfassend berät und Muster zeigt.
- Detaillierte Qualitätskontrolle: Möglichkeit, Stoffe und Druckmuster vorab zu prüfen.
- Mengenrabatte: Oft sehr attraktiv bei größeren Bestellungen, auch schon ab 5 oder 6 Stück.
- Spezialwissen: Experten für komplexe Druckverfahren oder besondere Textilien.
- Regionale Unterstützung: Sie fördern lokale Unternehmen.
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Nachteile:
- Oft Mindestbestellmengen: Nicht immer für Einzelstücke geeignet.
- Geringere Auswahl: Das Sortiment kann kleiner sein als bei großen Online-Anbietern.
- Feste Öffnungszeiten: Weniger Flexibilität bei der Kontaktaufnahme.
- Potenziell höhere Kosten bei Einzelstücken: Durch individuelle Bearbeitung.
Ich rate meinen Kunden immer, abzuwägen, was ihnen am wichtigsten ist: maximale Flexibilität und Selbstständigkeit oder persönliche Beratung und maßgeschneiderte Lösungen.
Worauf Sie wirklich achten müssen: Mindestbestellmenge, Lieferzeit und Kundenbewertungen
Bei der Auswahl eines Anbieters gibt es einige Schlüsselkriterien, die Sie unbedingt beachten sollten, um am Ende nicht enttäuscht zu werden:
- Mindestbestellmenge: Prüfen Sie genau, ob der Anbieter eine Mindestbestellmenge hat. Wenn Sie nur ein oder zwei Shirts benötigen, sind Online-Druckereien ohne Mindestmenge oft die bessere Wahl. Bei größeren Auflagen, etwa für Vereine oder Firmen, bieten spezialisierte Anbieter oft schon ab 5 oder 6 Stück attraktive Mengenrabatte an.
- Lieferzeit: Gerade wenn Sie die T-Shirts für ein bestimmtes Event benötigen, ist die Lieferzeit entscheidend. Klären Sie im Vorfeld, wie lange die Produktion und der Versand dauern und ob Expressoptionen verfügbar sind.
- Kundenbewertungen: Ein Blick auf unabhängige Kundenbewertungen kann Ihnen einen guten Eindruck von der Zuverlässigkeit, Qualität und dem Service eines Anbieters vermitteln. Achten Sie auf Erfahrungsberichte bezüglich Druckqualität, Haltbarkeit und Kundensupport.
- Kommunikation und Support: Wie einfach ist es, den Anbieter zu kontaktieren? Werden Ihre Fragen schnell und kompetent beantwortet? Ein guter Kundenservice ist Gold wert, besonders wenn es um individuelle Projekte geht.
Preisvergleich leicht gemacht: So holen Sie das beste Angebot für Ihr Budget ein
Den besten Preis zu finden, erfordert ein wenig Recherche, aber es lohnt sich. Holen Sie immer mehrere Angebote ein, sowohl von Online-Druckereien als auch von lokalen Anbietern. Vergleichen Sie nicht nur den Endpreis, sondern auch die einzelnen Posten: Sind die Kosten für das T-Shirt, den Druck, die Einrichtung (falls vorhanden) und den Versand transparent aufgeschlüsselt? Achten Sie auf versteckte Kosten. Manchmal kann ein vermeintlich teureres Angebot am Ende günstiger sein, wenn es beispielsweise kostenlose Dateiprüfung oder einen schnelleren Versand beinhaltet. Nutzen Sie Online-Konfiguratoren, um schnell erste Preisindikationen zu erhalten, und scheuen Sie sich nicht, bei lokalen Anbietern persönlich nach einem individuellen Angebot zu fragen, besonders bei größeren Mengen.

Kosten im Detail: Was Sie für bedruckte T-Shirts wirklich bezahlen
Der Einfluss von Auflage, Farben und Drucktechnik auf den Endpreis
Die Kosten für bedruckte T-Shirts sind keine Einheitsgröße, sondern setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen, die ich Ihnen gerne näher erläutere. Einer der größten Einflussfaktoren ist die Auflage: Hier gilt die Faustregel, dass der Preis pro Shirt signifikant sinkt, je mehr Sie bestellen. Ein einzelnes, individuell bedrucktes T-Shirt kann schnell zwischen 15 und 30 Euro kosten. Bestellen Sie hingegen eine Großauflage für ein Event oder einen Verein, kann der Stückpreis auf 5 bis 10 Euro oder sogar noch darunter fallen. Das liegt daran, dass viele Druckverfahren (insbesondere der Siebdruck) hohe Fixkosten für die Einrichtung haben, die sich erst bei größeren Mengen amortisieren. Das gewählte Druckverfahren spielt ebenfalls eine große Rolle: Der Siebdruck ist bei hohen Auflagen und wenigen Farben oft am günstigsten pro Stück, während der Digitale Direktdruck (DTG) seine Stärken und Kostenvorteile bei farbenfrohen Einzelstücken oder kleinen Auflagen ausspielt. Auch die Anzahl der Druckfarben beeinflusst den Preis, vor allem beim Siebdruck, da für jede Farbe ein eigenes Sieb erstellt werden muss. Zuletzt hat auch die Qualität und Marke des T-Shirts einen erheblichen Einfluss. Ein Basic-Shirt von Fruit of the Loom ist deutlich günstiger als ein Premium-Shirt aus Bio-Baumwolle von Stanley/Stella, was sich natürlich im Endpreis widerspiegelt.
Versteckte Kosten? Darauf sollten Sie im Kleingedruckten des Angebots achten
Damit Sie am Ende keine bösen Überraschungen erleben, rate ich Ihnen, jedes Angebot genau zu prüfen. Es gibt einige Punkte, die gerne übersehen werden und zu unerwarteten Mehrkosten führen können:
- Kosten für Dateiprüfung: Manche Anbieter berechnen eine Gebühr, wenn Ihre Druckdatei nicht den technischen Anforderungen entspricht und nachbearbeitet werden muss.
- Einrichtungskosten/Siebkosten: Besonders beim Siebdruck fallen oft einmalige Kosten für die Erstellung der Siebe an. Diese sind bei Kleinauflagen pro Stück sehr hoch, relativieren sich aber bei größeren Mengen.
- Versandkosten: Diese werden oft erst am Ende des Bestellprozesses sichtbar. Klären Sie, ob der Versand im Preis inbegriffen ist oder separat berechnet wird.
- Beidseitiger Druck: Ein Druck auf Vorder- und Rückseite ist in der Regel teurer als ein einseitiger Druck, da dies zwei separate Druckvorgänge erfordert.
- Grafikservice: Wenn Sie Unterstützung beim Design oder der Dateivorbereitung benötigen, können hierfür zusätzliche Kosten anfallen.
Seien Sie proaktiv und fragen Sie im Zweifelsfall nach einer detaillierten Kostenaufschlüsselung, um volle Transparenz zu erhalten.
Häufige Fehler vermeiden: So gelingt Ihr T-Shirt-Druck garantiert
Die Pixel-Falle: Warum eine hohe Bildauflösung über Sieg oder Niederlage entscheidet
Wie ich bereits erwähnt habe, ist die Auflösung Ihrer Grafik das A und O für ein scharfes Druckergebnis. Ich sehe es immer wieder: Kunden liefern eine niedrig aufgelöste JPG-Datei, die auf dem Bildschirm gut aussieht, aber auf dem T-Shirt unscharf und pixelig wirkt. Merken Sie sich: Für Bilddateien (JPG, PNG) sind mindestens 300 dpi bei der finalen Druckgröße entscheidend. Noch besser sind immer Vektorgrafiken (AI, EPS, PDF) für Logos und Schriftzüge, da diese verlustfrei skaliert werden können. Prüfen Sie Ihre Dateien sorgfältig oder lassen Sie sie von der Druckerei prüfen, um diese häufige und ärgerliche Fehlerquelle zu vermeiden.
Das falsche Material gewählt: Weshalb nicht jedes Design auf jedes Shirt passt
Ein weiterer Stolperstein ist die Kombination aus Design und Material. Nicht jedes Druckverfahren funktioniert optimal auf jedem Stoff. Der Digitale Direktdruck (DTG) liefert beispielsweise auf reiner Baumwolle die besten Ergebnisse, da die Tinte gut in die Naturfasern eindringen kann. Auf Polyester oder Mischgeweben kann das Ergebnis blasser ausfallen oder die Haftung beeinträchtigt sein. Wenn Sie also ein Polyester-Shirt bedrucken möchten, ist der DTF-Transferdruck oft die bessere Wahl. Sprechen Sie mit Ihrem Druckanbieter über das Material und das gewünschte Design, damit Sie sicherstellen, dass die gewählte Technik auch wirklich zum Stoff passt und ein langlebiges, qualitativ hochwertiges Ergebnis liefert.
Pflegehinweise ignorieren: So sorgen Sie dafür, dass Ihr Druck auch nach 20 Wäschen noch strahlt
Ein hochwertiger Druck ist die eine Sache, seine Langlebigkeit eine andere. Viele Kunden sind enttäuscht, wenn der Druck nach wenigen Wäschen Risse bekommt oder verblasst. Das liegt oft an der falschen Pflege. Um die Lebensdauer Ihres bedruckten T-Shirts zu maximieren, beachten Sie unbedingt diese einfachen, aber effektiven Tipps:
- Waschen Sie das T-Shirt immer bei maximal 30°C. Höhere Temperaturen können den Druck beschädigen.
- Drehen Sie das T-Shirt vor dem Waschen auf links. Das schützt den Druck vor direktem Abrieb in der Waschtrommel.
- Verzichten Sie auf den Trockner. Die hohe Hitze ist Gift für die meisten Drucke und kann dazu führen, dass sie rissig werden oder sich ablösen. Lassen Sie das Shirt stattdessen an der Luft trocknen.
- Bügeln Sie das T-Shirt ebenfalls auf links oder legen Sie ein Backpapier auf den Druck, um direkten Kontakt mit dem Bügeleisen zu vermeiden.
- Verwenden Sie keine aggressiven Waschmittel oder Bleichmittel.
Mit diesen einfachen Maßnahmen werden Sie lange Freude an Ihrem individuellen T-Shirt haben.
Ihre Checkliste für den perfekten T-Shirt-Druck
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Von der finalen Design-Prüfung bis zur Auswahl des richtigen Versands: Alle Schritte im Überblick
Um sicherzustellen, dass Ihr T-Shirt-Druckprojekt reibungslos verläuft und das Ergebnis Ihren Erwartungen entspricht, habe ich eine praktische Checkliste für Sie zusammengestellt:
- Design finalisieren: Ist Ihr Motiv fertig und entspricht es genau Ihren Vorstellungen?
- Dateiformat prüfen: Liegt Ihr Design als Vektorgrafik (AI, EPS, PDF) vor oder als hochauflösende Pixelgrafik (JPG, PNG mit 300 dpi)?
- Druckverfahren wählen: Haben Sie das passende Verfahren (DTG, Siebdruck, DTF, Flex/Flock) für Ihr Motiv, Ihre Auflage und Ihr Budget ausgewählt?
- Material und Passform festlegen: Welches T-Shirt-Material (Baumwolle, Polyester, Mischgewebe) und welche Passform (Regular, Slim, Oversized) wünschen Sie? Berücksichtigen Sie auch nachhaltige Optionen.
- Anbieter recherchieren: Haben Sie Online-Druckereien und lokale Shops verglichen?
- Angebote einholen und vergleichen: Haben Sie mehrere Angebote eingeholt und alle Kosten (Shirt, Druck, Einrichtung, Versand) transparent geprüft?
- Mindestbestellmenge und Lieferzeit klären: Passt die Mindestbestellmenge zu Ihrem Bedarf und die Lieferzeit zu Ihrem Zeitplan?
- Kundenbewertungen checken: Haben Sie sich über die Erfahrungen anderer Kunden mit dem Anbieter informiert?
- Muster bestellen (optional): Wenn möglich, bestellen Sie ein Muster, um Qualität und Passform vorab zu prüfen.
- Pflegehinweise beachten: Sind Ihnen die richtigen Pflegehinweise für Ihr bedrucktes T-Shirt bekannt, um die Langlebigkeit zu gewährleisten?
